Auch im Jahr 2014 haben wir wieder mit 3 Personen den Konvoi nach Rumänien begleitet. Mit dabei waren Tobias Grossmann und Marco Geske mit dem “Kinder-helfen-Kindern-Truck” und Frank Endemann.
Start des Weihnachtspäckchenkonvoi war am Samstag, 29.11.014 um 11:00 Uhr in Hanau. Die Fahrt durch Deutschland / Österreich / Ungarn und Rumänien mit insgesamt 24 Fahrzeugen war gut organisiert, unser Ziel in Miercurea Ciuc (MC) haben wir am Sonntag gegen 23.00 Uhr erreicht. Die neu ausgebaute Autobahn in Rumänien hat die Reise doch deutlich verkürzt.
Auf unserer Fahrt durch Deutschland wurden wir auch in diesem Jahr wieder in Passau von RT & LC Passau köstlich versorgt. Nach durchfahrener Nacht hat sich der Konvoi in Arad getrennt und die einzelnen Teams haben ihr eigentliches Ziel angesteuert.

Tag 1: Ausladen, Sortieren und erste Päckchen verteilen

Am Montag morgen haben wir zuerst die Caritas Mitarbeiter aus Miercurea Ciuc (MC) begrüßt und mit ihnen den Ablauf der nächsten 3 Tage besprochen. Da am 01.12. in Rumänien Feiertag war, haben wir erst mal mit dem Entladen der Lkw’s begonnen. Trotz des Feiertagen waren viele fleißige Hände da, die uns unterstützt haben, unter anderem waren auch einige Gruppe freiwillige Jugendliche da, die beim Abladen und Stapel bilden geholfen haben. Trotz weniger Brocken ungarisch auf unserer Seite (in dem Teil in Rumäninnen wird überwiegend ungarisch gesprochen) und keiner deutsch Kenntnisse der Jugendlichen auf der anderen Seite haben wir uns mit Händen und Füßen verständigen können und hatten unseren Spaß.

Wir haben den Tag genutzt und für die einzelnen Schulen / Kindergärten und sonstige Einrichtungen die Päckchen vorsortiert und bereitgestellt. Freiwillige Helfer haben diese dann entweder noch am Montag oder am Dienstagmorgen in die einzelnen Einrichtungen gebracht. Am späten Montagnachmittag konnten wir bereits die ersten Weihnachtsgeschenke übergeben.

Tag 2+3: Dienstag gab es 40 cm Neuschnee, der uns auch Mittwoch bei der Verteilung beeinträchtigt hat

Am Dienstag ging es dann ans Verteilen. Da es über Nacht ziemlich geschneit hat, konnten wir leider nicht alle Einrichtungen anfahren (aber keine Angst, die Kinder bekommen ihre Geschenke). Die Straßen in die Bergdörfer waren teilweise nicht passierbar bzw. Sicherheit geht vor. Wir haben uns ins kleine Gruppen aufgeteilt und sind in alle Richtungen ausgeströmt, um als Assistent des Nikolaus (so wurde es vielen Kindern gesagt) die Geschenke zu verteilen. Und wie immer bei dieser Aktion ging uns das Herz auf. Wenn man sieht, wie ein Kind sich über ein paar Handschuhe oder eine Zahnbürste freut, ist man jedes Mal aufs Neueste gerührt. Natürlich ist die Freude noch Größer wenn Schokolade im Päckchen ist. Die meisten Päckchen waren sehr liebevoll gepackt, es gab nur einzelne Ausreisser, bei denen wir durch mitgebrachte Gummibärchen oder Luftballons etwas nachhelfen mussten, um sie den anderen etwas anzugleichen.
Auch der Empfang durch die Kleinen war immer wieder berührend. Es wurde für uns gesungen, ein Gedicht vorgetragen oder ein selbst gemaltes Bild übergeben. Auf jeden Fall war alles mit sehr viel Liebe und Engagement gemacht.
Egal ob wir in einem Kindergarten, einer Schule, einer Kirche oder bei einer Familie zu Hause war, immer war die Freude groß. Wenn man sich dann bewusst macht, dass dieses Geschenk oftmals das Einzige ist, was die Kinder bekommen, wird man sehr nachdenklich. Ein Mädchen wollte sein Geschenk gar nicht öffnen, sondern erst wenn es daheim ist, um es zusammen mit seinen Geschwistern zu öffnen und zu teilen.
Auch dieses Jahr hatte jeder wieder “seinen persönlichen Moment”. Es sind meist die Kleinigkeiten, die es schaffen, dass man Schlucken muss und man Pipi in den Augen bekommt.

Mein persönliches Highlight war die Päckchenübergabe am Mittwoch in einer kleinen Schule in der Bergregion mit 6 Kindern. Hier übergaben wir ein Päckchen aus Herzhorn, das eine Jacke enthielt, die dem Mädchen genau passte und die sie gleich übergezogen hat. Ihre Nachbarschülerin hatte ein wunderschönes Päckchen mit vielen einzelnen, kleinen Geschenken drin. Als sie das ausgepackt hat und die Süßigkeiten gefunden hat, ist sie damit gleich zu uns gekommen und hat jedem etwas abgegeben. DAS sind die Momente, bei denen wir sicher sind, dass wir nicht das letzte mal gefahren sind.

Tag 4: Abreise aus Miercurea Ciuc und Rückfahrt bis Arad

Am Donnerstagmorgen hieß es dann Abschied nehmen von den vielen fleißigen Helfern der Caritas in Miercurea Ciuc. Abfahrt war im 8:00 Uhr, Tagesziel für den Tag wieder die Stadt Arad, in der sich der Konvoi anfang der Woche getrennt und sich nun alle Teams aus Rumänien und Moldawien wieder getroffen haben. Bis lange in der Nacht wurden dann die ganzen frischen Eindrücke und Erfahrungen ausgetauscht und disskutiert.

Freitag und Samstag: Rückreise nach Glückstadt

Freitagmorgen hieß es dann wieder Strecke machen. Ungarn und Österreich mussten durchquert werden, ehe wir uns am frühen Samstag morgen in Passau vom Konvi getrennt haben und über die östliche Strecke über Leipzig und Magdeburg Richtung Glückstadt fuhren. Am Samstagmittag haben wir dann glücklich und völlig kaputt unsere Heimat erreicht.